Thomas Krippgans

Skippy besteigt den Gibson-Thron
Thomas alias Skippy Europa

Am Anfang war die Blockflöte, was nicht so lange währte, weil zu eindimensional. Mit 14 Jahren, angeregt durch den Film Woodstock brachte der Bruder Christoph eine von der Schule geliehene Wandergitarre nach Hause. Doch bevor die ersten Saiten gezupft wurden, war schon die Band gegründet „Terror 97-98-108“ Die Zahlen waren die Hausnummern einiger Bandmitglieder. Dann begannen die ersten Versuche die Saiten in gute Schwingungen zu versetzten. Und wie bei Allen, die Gitarre spielen begonnen haben, war „House of the Rising Sun“ der erste Song, den man einigermaßen wiedererkennen konnte. Das Equipment wurde aufgerüstet. Alte Röhrenradios mit einen UHER Report Tonband als Vorverstärker waren für den Gitarristen, dessen geliehene Wandergitarre ein 27 DM teurer Schaller Pickup zierte, das Instrumentarium der Wahl.
Es folgten einige Auftritte in kleinen Clubs und bei Schulveranstaltungen, ausschließlich mit eigenem Material. Berühmt berüchtigt war der Song „Schrei in der Wüste“. Die Schulbank war noch zu drücken, daher war es logisch, in der Schulband zu spielen. Das erhöhte damals den Bekanntheitsgrad und das Image, vor allem bei den Mitschülerinnen. Mit der Gitarre in der Hand, eine Hoyer Les Paul, wurde auf der Abschlussveranstaltung das Realschulzeugnis empfangen.
Weiter ging es dann mit Lokalgrößen in Ulm wie der Band SRM – was die Abkürzung von „Sleeping Room Music“ war. SRM spielte überregional einige Gigs und ist auch auf dem LP Sampler vom AVC Studio mit dem Song „Driving on the Highway“ vertreten. Jetzt, Ende der 70er, wurde es Zeit sich mehr zu profilieren. Die Einflüsse von Zappa, Colosseum, Kraan, Yes, Pink Floyd standen für neue Wege und neue Art Musik zu machen. Die Gruppe Togs `n` Toys wurde gegründet. Eine Musik Kabarett, Road Show, Krautrock, Art-Rock Band, bei der Musik und Bühnen-Theater sowie irrwitzige Showelemente in noch nie dagewesener Art dem Publikum präsentiert wurde. Mit Erfolg! 1980 folgte dann das Togs ´n Toys Debüt Album „HALLO“. Nach knapp 3 Jahren musikalischen Schaffens und vielen Gigs in ganz Süddeutschland verstreuten sich die Band Mitglieder in alle Winde.
Die nächst Station war berufsbedingt Stuttgart. Hier gründete er als klassische Rock Formation die Band MAGADAN, welche die Szene mit selbstgeschriebenen Rock Songs beglückte. Doch in Ulm lockte 1987 die Punk Rock Band Agent Orange, später in Gono Cocks umbenannt. Der berufliche Wechsel zurück nach Ulm erlaubte viele Gigs bis nach Hamburg mit den Gono Cocks, die über fast 25 Jahre eine treue Fanschar immer wieder zum Pogo verführten. Das Ende war dann das sehr erfolgreiche Open Air 2015 „40-30-20-10 Jahre Ulmer Rockmusik“, das von Skippy auch veranstaltet wurde.
Die weitere Zukunft von Skippy wird bei den BANKSTER sein. Er unterstützt mit selbstgeschriebene Songs und Texten das Team.
Für den eigenen Broterwerb hat Skippy nach der Ausbildung zum Flugzeug einen Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) Produktionstechnik und Qualitätsfachingenieur.

Winfried Obermüller

Winni – 6 Saiten & Backing Vocal

Winfried Obermueller Porträt
Winni

Der Mann erfuhr seine musikalische Prägung in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Neben den üblichen Verdächtigen wie Beatles, Mr. Hendrix, Deep Purple, Jethro Tull, Uriah Heep, Black Sabbath und den Woodstock-Teilnehmern zog ihn damals vor allem der sog. Progressive Rock mit seinen Vertretern wie Yes, Nektar und Genesis (natürlich vor ihrer kommerziellen Ära) an.  Aber auch Blues (Gary Moore), Reggae  und Jazz gehörten zur täglichen Kost. Colosseum gefiel hier aus der Rock Jazz Sparte besonders. Eigentlich ist Winni geschmackstechnisch breit aufgestellt und eine Auflistung würde den Rahmen sprengen.
Nach den Grundschuljahren mit der unvermeidlichen Blockflöte kam er auf die Gitarre. Das erste Stück war natürlich House of Rising Sun. In der ersten Band (mit Skippy) waren dann 3 Gitarren und er interessierte sich für das Saxophon. Die Ernüchterung war brutal: erst müsste er Klarinette lernen und dann in ein Blasorchester eventuell mit Saxophon weitermachen: NO WAY. Also wurde Geld in einen schon damals alten Dynacord Röhrenamp und eine ziemlich verhaute Bassbox von Helmut Hattler (Kraan), sowie in eine sogenannte „HertieCaster“ investiert.
Während der Berufsausbildung blieb dann keine Zeit mehr und Mädchen konnte man möglicherweise auch ohne Gitarre „rumkriegen“. Nach langjährigen Arbeitsaufenthalten in verschiedenen Industrie Design Büros in Österreich, USA und Niederlande war in den 80ern ein bisschen Geld übrig und Winni kaufte sich in Amsterdam ein Alto-Saxophon und in München Demetrios Antoniadis als Lehrer dazu. Fast 3 Jahre Jahre hielt er das durch und Demetrios bescheinigte großes Talent – wahrscheinlich aus kommerziellen Interesse seinerseits. Allerdings war das eine einsame Geschichte und das Saxophon verschwand wieder im Kleiderschrank und wurde dann an seinen nun wirklich talentierten Sohn übergeben.
Der berufliche Druck jetzt als EDV-Gutachter nahm zu und als Ausgleich schaffte Winni sich 2004 wieder eine E-Gitarre und einen Brüllwürfel an. Nach 3 Monaten war das langweilig und er fand über eine Anzeige im Internet die Reste der Rock Band Red Cow in Pullach und stieg ohne mit der Wimper zu zucken ein. Die Spielfreude war groß, die Technik mangelhaft. Jahrelanges ausgiebiges „Gitarre und Bass“ lesen half nicht besonders viel und so meldete er sich bei Abi von Reinighaus‘ legendärer „After Work Klasse“ an. Nach einer sehr nervösen Audition wurde er für den Kurs akzeptiert, konnte dem Unterricht einigermaßen folgen und damit auch seine Spieltechnik etwas anheben. Red Cow benannte sich in Ragtag um und die Setlist erlaubte einige erfolgreiche Gigs, auch überregional.
Irgendwann 2014 trat Skippy an Winni mit dem Banksters-Projekt heran und seit Anfang 2015 bedient Winni hauptsächlich die zweite 6 Saitenspur im Bandgefüge.
Seine neuen Helden heute sind Black Country Communion mit Joe Bonamassa, Winery Dogs und auch Cold Play, Seed, Imagine Dragons und Huber von Goisern werden gerne neben den alten Helden gehört.
Ausrüstung:
Instrumente: Epiphone LP, Brian May, Stevens Telecaster, Acoustik, Schüttelrohr
Verstärkung: Kemper Modeling Amp mit 2 Stück 1200W Monitorboxen (Ja, Stefan ich weiß…).
Plektren: Heavy Duty von Dunlop (kein Endorsement!)