2017 – Banksters werden aktiv

2016 lief schon ganz gut an und 2017 beginnt auch schon mal sehr vielversprechend. Die Banksters ist mit Leben erfüllt.

Unser letztes Bandwochenende im Novmenber 2016 brachte 3 neue Stücke hervor. Wir vereinbarten im Hinblick auf einen Gig im Frühjahr 2017 ein weiteres Wochenende in Großwiesen, das wiederum 2 Stücke hervorbrachte.

Die Arbeit geht flüssig voran und die Planung für den Gig wird Stück für Stück umgesetzt.  Der Gig findet gegen Ende März im Café D’Art in Neu-Ulm statt und ist Teil einer Gesamtperformance bestehend aus Skulpturen, Fotografien, Literatur und Banksters-Musik.

Derzeit haben wir noch keine Soundschnipsel online gestellt, wobei wir natürlich Aufnahmen haben. Diese Mitschnitte entsprechen soundtechnisch nicht unserem Standard und werden deshalb nicht on-line gestellt. Derzeit ist ein Video in der Mache, das zu gegebener Zeit online gestellt wird.

Wir melden uns!

Walter Wenzel

Walter Wenzel
Walter aka Blues

Ich bin der Älteste der Banksters. (als Ältester in einer Band hat man am wenigsten zu sagen, denn bei der Musik zählt die Erfahrung der Jüngeren).
Vor langer Zeit im Jahre 1952 habe ich an einem kalten Winterabend das Licht der Welt in Form einer Glühbirne erblickt. Es war schon spät, deshalb ging man dann auch früh  ins Bett. Da es Freitag und Wochenende war, fing mein Leben auch erst am nächsten Montag an (daher sehe ich auch jünger aus als ich bin).
Ich hatte noch ein paar Brüder. Alle hießen Otto, außer Karl, der hieß Emil. Wir waren alle sehr musikalisch in der Familie. Der eine Otto ging bei der Geburt gleich flöten, der andere Otto studierte im Sing- Sing, und der Dritte brummt heute noch.
Ich fiel nicht so sehr auf, weil ich erst mit 8 in die Schule kam. Meist ging ich früh erst spät und durfte dafür länger bleiben (weil meine Lehrer mich so gern hatten).
Meine Musikkariere begann sehr früh, als ich das Akkordeon von meinem Vater bei seinen Bauernhochzeiten schleppen durfte. Er hat schön gespielt, alle haben geklatscht. Am Ende hat er das Akkordeon selbst aus dem Saal getragen, ich musste den Akkordeonkoffer schleppen, weil die Leberwurst und die Blutwurst so schwer waren.
Heimlich habe ich dann auch das Akkordeon gelernt, weil man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann, hat mein Papa gesagt.
Weil das mit der Musik nicht gereicht hat, habe ich eine Schusterlehre angefangen. Die habe ich jedoch wieder aufhören müssen, weil ich immer einen Leistenbruch hatte.
Dann habe ich mit der Musik weitergemacht und ich ging zur einer Gesangslehrerin und fragte, was die Stunde kostet. Sie antwortete, mit Vergnügen 5 Mark. Nach 14 Tagen musste ich aufhören, da ich kein Geld mehr und starke Rückenschmerzen hatte.
Nach dem Vorbild von meinem Papa kamen die anderen Vorbilder:  Mr. Jimi Hendrix, John Miles, Bob Dylan… usw. Als ich alle Instrumente meiner Vorbilder beherrschte (Schifferklavier, Mundharmonika, Wander- Gitarre, Western- Gitarre, spanische Gitarre, E- Gitarre, Klavier und alle Keyboards: Korg, GEM, Roland, Casio… usw) hatte ich sogar einen Künstlername: BLUES. Alle meine Kumpels auf der schwäbischen Alb nannten mich so.
Das alles war eine gute Empfehlung für eine Ulmer Rockband: The BANKSTERS. Der Bandführer Skippy hat mich sofort eingestellt, nachdem ich ihm versprechen musste: niemals Blues zu spielen, nicht zu jodeln oder Akkordeon zu spielen,  kein Echo oder Hall auf dem Keyboard einstellen.
Weil ich ein folgsamer Mensch bin, finden es alle schön und ich darf bleiben.
Mal sehen, wie alt ich noch werde !?

Joachim Fischer

Joachim Fischer
Joachim

Joachims Weg zur späten musikalischen Berufung…
…begann auch bei mir mit der Blockflöte in der Grundschule. Auf das geliebte Holzblasinstrument folgte eine gut zehn Jahre währende Schaffenszeit am klassischen Klavier, die bis in die Gymnasialzeit reichte. Gestürmt und gedrängt wurde dann autodidaktisch an der Gitarre. Von der Lagerfeuerromantik mit Akustikgitarre bis hin zu verzerrten Rocktönen mit meiner Cort/VOX-Amp Kombination wurde alles probiert, erreichte aber nie einen wirklichen Höhepunkt.
…pausierte während meines Studiums in Stuttgart. Nur noch sporadisch griff ich zur Gitarre, oder saß am Klavier.
…kanalisierte sich während meines Auslandsaufenthalts. Kurz vor Ende meines Studiums beschloss ich in Asien, dass etwas fehlt: das Musizieren. Etwas, das ich aus den Augen verloren hatte, jedoch nach wie vor in mir schlummerte.
…sollte laut persönlichem Fahrplan wieder an der Gitarre stattfinden. Wie es der Zufall wollte, entdeckte ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland einen lange gehegten Traum, der sich endlich Bahn brechen konnte. Am Roland TD-11KV eines Freundes konnte ich meine ersten 4/4-Takte durchspielen und war sofort Feuer und Flamme.
…begann.
Nach dem autodidaktischen Fiasko an der Gitarre entschloss ich mich für Schlagzeugstunden mit Lehrer. So wurde Christian Ludwig mein Gefährte, der mich technisch und rhythmisch auf die Gleise setzte. Aus Gründen der Lautstärke und des häuslichen Segens meiner Vermieter ging es mit einem eDrum MPS-400 los, welches nach wie vor treue Übungsdienste leistet. Allerdings geht in der Musik grundsätzlich nichts über atmendes Holz und gehämmerte Bronze. Motiviert wurde der Kauf meines Akustik Sets zusätzlich durch die Gründung meines ersten Band-Projekts „TiceRasting“ und der Anmietung des ersten eigenen Probenraums. Es ging los mit Cover-Songs und ersten eigenen Liedern.
Inspiriert wurden wir von Größen wie Metallica und InFlames, räuberten aufgrund mangelnder Spielpraxis aber auch in deutschem und amerikanischem Punk. Musikalisch war mein Leben schon immer von dem Spagat zwischen Hip-Hop und Rock; Elektro und Pop geprägt. Es gibt kein Genre, das keine gute Musik hervorbringt und es gibt keine gute Musik, das nur ein Genre hervorbringt.
Nachdem „TiceRasting“ wieder aufgelöst wurde, meinte mein Schlagzeuglehrer, eine Ulmer Band suche einen Schlagzeuger und ich mich dort mal vorstellen könnte.
Die Zeit bei den BANKSTERS hat begonnen…

Stefan Braitinger

Doc Braitinger
Doc Braitinger

doc braitinger
hat viele gesichter und facetten.
er ist radiologe, unternehmer, sänger, komponist, produzent und  fotograph.
www.soundcloud.com/Stefan Braitinger
www.youtube.com/Stefan Braitinger

seit 1979 ist doc braitinger musikalisch unterwegs. In bands und konzepten wie togs n toys, loyal, squid, beckmann s reise, Panic Appartements zeigt sich seine Handschrift. Sein landscapo studio, hacelbeach war teil der produzentengruppe CFB mit eigenem label. es resultierten zahlreiche konzeptalben.

In seinen eigenen produktionen als doc braitinger project arbeitet braitinger mit anderen musikern seit jahren zusammen.

Bei den banksters sind doris Facci und Stefan Braitinger die Leute an der Front
🙂

 

Andy Pfeil

Ich war gerade sechs Jahre alt geworden und wuchs – wohl überbehütet – in einem kleinbürgerlichen aber musikalisch engagierten Elternhaus in einer schwäbischen Mittelstadt auf. Mein erstes Instrument – eine Holz-Blockflöte in einer mit Samt ausgekleideten Kiste – war das Geburtstagsgeschenk und mein Vater der „Macher“ im evangelischen Kirchen-Posaunenchor unserer Gemeinde.

Andy Pfeil
Andy

Tja, somit war meine Teilnahme und meine Ausbildung im Notenlesen im kirchlich organisierten „Flötenchörle“ beschlossene Sache und die ersten Auftritte im Saal der Kirchengemeine ließen nicht lang auf sich warten.
Traditionell, im Sinne der Familie bekam ich mit Zehn ein Flügelhorn aus dem Fundus des Posaunenchors gestellt. Dazu von meinen älteren Brüdern das erste eigene Mundstück, ein spezielles Jazz-Trompeten Mundstück für Kirchenmusik?!
Die Liaison mit meinem Horn hielt keine drei Jahre. Ian Anderson war groß in Mode und ich konnte meinen Vater vom dringenden Bedarf einer Böhm-Querflöte aus Metall überzeugen. War kein großes Problem, er war selbst auch Querflötist neben seiner Alt-Tuba her.
Und so startete meine eigentliche musikalische Laufbahn. Neben den kirchlichen Pflicht-Konzerten mit meinem Vater (klassische Flöten-Duette als Ausgleich für die erhaltene Querflöte) trat ich mit knapp Fünfzehn zum ersten Mal öffentlich auf. Als „Latin-Jazz-Trio“ mit Hendrik Zorn an der Gitarre und Robbie Freudigmann am Bass.
Die Wege mit Robbie sollten sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder kreuzen. Ob nun bei „Passage“, „Robbie and Friends“ oder aber einem gemeinsamen Engagement am Ulmer Theater im Rahmen der Prokopetz/Tauchen Produktion „Watzmann“.
Mit Siebzehn dann der Wechsel ans Saxophon…..
Die dann folgenden Mitgliedschaften in Bands, Studioprojekten und Kooperationen sind:
”Banksters“, “Blues Mothers”, “Cloud Nine”, “Coup de Blues“, ”Lips“, ”Loyal“, “Passage“, ”Pluto Outline“, ”Ronson Clap“,  ”Rosa Lieder“, “Sommermeyer Band“, “T.B.M.”, “Togs’n’Toys“, Andi Tischmann, Fetti, Max Höchtl, Eto Tress, Valerie Kühl, Jutta Gruber, Peter Gruber, Helmut Hattler, Joe Kraus, Jo Mikovich, T. + C. Krippgans, Winnie Obermüller, Romy Schickle, Sammy Sommermeyer, Joe Dachtler, Wolfgang Nagel,

Chris Kollek

Chris Kollek
Chris The Bass Man

Musikalisch sozialisiert wurde er in den 70er Jahren. Das erste musikalische Erlebnis, das ihn umgehauen hat war der Song „Highway Star“ von Deep Purple – danach war klar, er wollte auch diese emotionale Form der Musik machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Bandmitgliedern war sein erstes Instrument nicht die Blockflöte, sondern die Maultrommel. Mit ihr konnte man so schön eine verzerrte Gitarre imitieren. Das nächste Instrument war die akustische Gitarre, aber auch Versuche am Schlagzeug reizten ihn. Irgendwie konnte er sich nicht richtig entscheiden, ob er ein zweiter Ritchie Blackmore oder doch eher ein Ian Paice werden wollte.
Zunächst begann aber alles recht harmlos und er machte Ende der 70er Jahre mit einem Freund zusammen akustische Folk-Musik – allerdings schon mit Eigenkompositionen. Schnell wurde dies zu langweilig, die Stromgitarre musste her.
Als dann Anfang der 80er Jahre die Ulmer Band „FAT NELLY“ einen Sänger und einen Bassisten suchten, entschied er sich auf Bass umzusteigen. Das Singen überließ er lieber seinem Bandkollegen. Nun war auch die Zwickmühle aufgelöst zwischen Melodie und Rhythmus – am Bass konnte und musste er beides machen. Als Vorbilder schälten sich schnell Roger Glover von Deep Purple, Pete Agnew von Nazareth und Chris Squier von Yes heraus.
In dieser Zeit lernte er auch TOGS’N’TOYS kennen, die im Nachbar-Proberaum übten. Eine Bekanntschaft, die lange Zeit später fruchtbar werden sollte. Doris, die damals noch bei TOGS’N’TOYS sang, wechselte nach deren Auflösung zu FAT NELLY.
Danach gab es ein kurzes Intermezzo mit Skippy bei MAGADAN in Stuttgart.
Mit MORGENTHAU kam dann eine Gelegenheit, die stilistischen Wege des Basses zu erweitern. Neben Rock waren Funk und jazzige Passagen gefragt.
Ein weiterer Meilenstein war dann die Mitgliedschaft in der Cover-Band NO EXCUSE, mit der er dann ca. 15 Jahre über die Bühnen der Welt tingelte. Ob Biker-Treffen, Stadtfeste oder Vorband von bekannten Acts – alles wurde gerockt.
Nachdem ihn der Beruf eines Key-Account Managers immer stärker beanspruchte, und eine große Patchwork-Familie mit 6 Kindern seine Anwesenheit erforderte, blieb für die Musik keine Zeit mehr.
Dies änderte sich im Jahr 2016, als er Skippy auf dem Wochenmarkt in Ulm traf und der ihn darauf ansprach, ob er nicht Lust hätte wieder aktiv zu werden und bei den Banksters zu bassen. Und so schließt sich der Kreis.