Walter Wenzel

Walter Wenzel
Walter aka Blues

Ich bin der Älteste der Banksters. (als Ältester in einer Band hat man am wenigsten zu sagen, denn bei der Musik zählt die Erfahrung der Jüngeren).
Vor langer Zeit im Jahre 1952 habe ich an einem kalten Winterabend das Licht der Welt in Form einer Glühbirne erblickt. Es war schon spät, deshalb ging man dann auch früh  ins Bett. Da es Freitag und Wochenende war, fing mein Leben auch erst am nächsten Montag an (daher sehe ich auch jünger aus als ich bin).
Ich hatte noch ein paar Brüder. Alle hießen Otto, außer Karl, der hieß Emil. Wir waren alle sehr musikalisch in der Familie. Der eine Otto ging bei der Geburt gleich flöten, der andere Otto studierte im Sing- Sing, und der Dritte brummt heute noch.
Ich fiel nicht so sehr auf, weil ich erst mit 8 in die Schule kam. Meist ging ich früh erst spät und durfte dafür länger bleiben (weil meine Lehrer mich so gern hatten).
Meine Musikkariere begann sehr früh, als ich das Akkordeon von meinem Vater bei seinen Bauernhochzeiten schleppen durfte. Er hat schön gespielt, alle haben geklatscht. Am Ende hat er das Akkordeon selbst aus dem Saal getragen, ich musste den Akkordeonkoffer schleppen, weil die Leberwurst und die Blutwurst so schwer waren.
Heimlich habe ich dann auch das Akkordeon gelernt, weil man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann, hat mein Papa gesagt.
Weil das mit der Musik nicht gereicht hat, habe ich eine Schusterlehre angefangen. Die habe ich jedoch wieder aufhören müssen, weil ich immer einen Leistenbruch hatte.
Dann habe ich mit der Musik weitergemacht und ich ging zur einer Gesangslehrerin und fragte, was die Stunde kostet. Sie antwortete, mit Vergnügen 5 Mark. Nach 14 Tagen musste ich aufhören, da ich kein Geld mehr und starke Rückenschmerzen hatte.
Nach dem Vorbild von meinem Papa kamen die anderen Vorbilder:  Mr. Jimi Hendrix, John Miles, Bob Dylan… usw. Als ich alle Instrumente meiner Vorbilder beherrschte (Schifferklavier, Mundharmonika, Wander- Gitarre, Western- Gitarre, spanische Gitarre, E- Gitarre, Klavier und alle Keyboards: Korg, GEM, Roland, Casio… usw) hatte ich sogar einen Künstlername: BLUES. Alle meine Kumpels auf der schwäbischen Alb nannten mich so.
Das alles war eine gute Empfehlung für eine Ulmer Rockband: The BANKSTERS. Der Bandführer Skippy hat mich sofort eingestellt, nachdem ich ihm versprechen musste: niemals Blues zu spielen, nicht zu jodeln oder Akkordeon zu spielen,  kein Echo oder Hall auf dem Keyboard einstellen.
Weil ich ein folgsamer Mensch bin, finden es alle schön und ich darf bleiben.
Mal sehen, wie alt ich noch werde !?

Stefan Braitinger

Doc Braitinger
Doc Braitinger

doc braitinger
hat viele gesichter und facetten.
er ist radiologe, unternehmer, sänger, komponist, produzent und  fotograph.
www.soundcloud.com/Stefan Braitinger
www.youtube.com/Stefan Braitinger

seit 1979 ist doc braitinger musikalisch unterwegs. In bands und konzepten wie togs n toys, loyal, squid, beckmann s reise, Panic Appartements zeigt sich seine Handschrift. Sein landscapo studio, hacelbeach war teil der produzentengruppe CFB mit eigenem label. es resultierten zahlreiche konzeptalben.

In seinen eigenen produktionen als doc braitinger project arbeitet braitinger mit anderen musikern seit jahren zusammen.

Bei den banksters sind doris Facci und Stefan Braitinger die Leute an der Front
🙂

 

Andy Pfeil

Ich war gerade sechs Jahre alt geworden und wuchs – wohl überbehütet – in einem kleinbürgerlichen aber musikalisch engagierten Elternhaus in einer schwäbischen Mittelstadt auf. Mein erstes Instrument – eine Holz-Blockflöte in einer mit Samt ausgekleideten Kiste – war das Geburtstagsgeschenk und mein Vater der „Macher“ im evangelischen Kirchen-Posaunenchor unserer Gemeinde.

Andy Pfeil
Andy

Tja, somit war meine Teilnahme und meine Ausbildung im Notenlesen im kirchlich organisierten „Flötenchörle“ beschlossene Sache und die ersten Auftritte im Saal der Kirchengemeine ließen nicht lang auf sich warten.
Traditionell, im Sinne der Familie bekam ich mit Zehn ein Flügelhorn aus dem Fundus des Posaunenchors gestellt. Dazu von meinen älteren Brüdern das erste eigene Mundstück, ein spezielles Jazz-Trompeten Mundstück für Kirchenmusik?!
Die Liaison mit meinem Horn hielt keine drei Jahre. Ian Anderson war groß in Mode und ich konnte meinen Vater vom dringenden Bedarf einer Böhm-Querflöte aus Metall überzeugen. War kein großes Problem, er war selbst auch Querflötist neben seiner Alt-Tuba her.
Und so startete meine eigentliche musikalische Laufbahn. Neben den kirchlichen Pflicht-Konzerten mit meinem Vater (klassische Flöten-Duette als Ausgleich für die erhaltene Querflöte) trat ich mit knapp Fünfzehn zum ersten Mal öffentlich auf. Als „Latin-Jazz-Trio“ mit Hendrik Zorn an der Gitarre und Robbie Freudigmann am Bass.
Die Wege mit Robbie sollten sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder kreuzen. Ob nun bei „Passage“, „Robbie and Friends“ oder aber einem gemeinsamen Engagement am Ulmer Theater im Rahmen der Prokopetz/Tauchen Produktion „Watzmann“.
Mit Siebzehn dann der Wechsel ans Saxophon…..
Die dann folgenden Mitgliedschaften in Bands, Studioprojekten und Kooperationen sind:
”Banksters“, “Blues Mothers”, “Cloud Nine”, “Coup de Blues“, ”Lips“, ”Loyal“, “Passage“, ”Pluto Outline“, ”Ronson Clap“,  ”Rosa Lieder“, “Sommermeyer Band“, “T.B.M.”, “Togs’n’Toys“, Andi Tischmann, Fetti, Max Höchtl, Eto Tress, Valerie Kühl, Jutta Gruber, Peter Gruber, Helmut Hattler, Joe Kraus, Jo Mikovich, T. + C. Krippgans, Winnie Obermüller, Romy Schickle, Sammy Sommermeyer, Joe Dachtler, Wolfgang Nagel,

Thomas Krippgans

Skippy besteigt den Gibson-Thron
Thomas alias Skippy Europa

Am Anfang war die Blockflöte, was nicht so lange währte, weil zu eindimensional. Mit 14 Jahren, angeregt durch den Film Woodstock brachte der Bruder Christoph eine von der Schule geliehene Wandergitarre nach Hause. Doch bevor die ersten Saiten gezupft wurden, war schon die Band gegründet „Terror 97-98-108“ Die Zahlen waren die Hausnummern einiger Bandmitglieder. Dann begannen die ersten Versuche die Saiten in gute Schwingungen zu versetzten. Und wie bei Allen, die Gitarre spielen begonnen haben, war „House of the Rising Sun“ der erste Song, den man einigermaßen wiedererkennen konnte. Das Equipment wurde aufgerüstet. Alte Röhrenradios mit einen UHER Report Tonband als Vorverstärker waren für den Gitarristen, dessen geliehene Wandergitarre ein 27 DM teurer Schaller Pickup zierte, das Instrumentarium der Wahl.
Es folgten einige Auftritte in kleinen Clubs und bei Schulveranstaltungen, ausschließlich mit eigenem Material. Berühmt berüchtigt war der Song „Schrei in der Wüste“. Die Schulbank war noch zu drücken, daher war es logisch, in der Schulband zu spielen. Das erhöhte damals den Bekanntheitsgrad und das Image, vor allem bei den Mitschülerinnen. Mit der Gitarre in der Hand, eine Hoyer Les Paul, wurde auf der Abschlussveranstaltung das Realschulzeugnis empfangen.
Weiter ging es dann mit Lokalgrößen in Ulm wie der Band SRM – was die Abkürzung von „Sleeping Room Music“ war. SRM spielte überregional einige Gigs und ist auch auf dem LP Sampler vom AVC Studio mit dem Song „Driving on the Highway“ vertreten. Jetzt, Ende der 70er, wurde es Zeit sich mehr zu profilieren. Die Einflüsse von Zappa, Colosseum, Kraan, Yes, Pink Floyd standen für neue Wege und neue Art Musik zu machen. Die Gruppe Togs `n` Toys wurde gegründet. Eine Musik Kabarett, Road Show, Krautrock, Art-Rock Band, bei der Musik und Bühnen-Theater sowie irrwitzige Showelemente in noch nie dagewesener Art dem Publikum präsentiert wurde. Mit Erfolg! 1980 folgte dann das Togs ´n Toys Debüt Album „HALLO“. Nach knapp 3 Jahren musikalischen Schaffens und vielen Gigs in ganz Süddeutschland verstreuten sich die Band Mitglieder in alle Winde.
Die nächst Station war berufsbedingt Stuttgart. Hier gründete er als klassische Rock Formation die Band MAGADAN, welche die Szene mit selbstgeschriebenen Rock Songs beglückte. Doch in Ulm lockte 1987 die Punk Rock Band Agent Orange, später in Gono Cocks umbenannt. Der berufliche Wechsel zurück nach Ulm erlaubte viele Gigs bis nach Hamburg mit den Gono Cocks, die über fast 25 Jahre eine treue Fanschar immer wieder zum Pogo verführten. Das Ende war dann das sehr erfolgreiche Open Air 2015 „40-30-20-10 Jahre Ulmer Rockmusik“, das von Skippy auch veranstaltet wurde.
Die weitere Zukunft von Skippy wird bei den BANKSTER sein. Er unterstützt mit selbstgeschriebene Songs und Texten das Team.
Für den eigenen Broterwerb hat Skippy nach der Ausbildung zum Flugzeug einen Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) Produktionstechnik und Qualitätsfachingenieur.